Sorge um die Zukunft der Telekom-Belegschaft

Drohender Verlust der Mitbestimmung und Identität
Nach Medienberichten von Mitte April erwägt die Deutsche Telekom eine tiefergehende Fusion mit T-Mobile US. Die Befürchtung ist groß, dass sich damit der Tätigkeitsschwerpunkt gänzlich in die USA verlagert. Die ehemals erfolgreiche Bundesbehörde droht so rein wirtschaftlichen Interessen geopfert zu werden. „Die Goldmine der Telekommunikation darf nicht dazu missbraucht werden, lediglich Aktionärsgewinne und Vorstandsvergütungen zu maximieren“, so Wicht.

Mitarbeiter als Verlierer der „Fusions-Visionen“
Wicht betont, dass die Belegschaft – trotz hervorragender Leistungen – einmal mehr die Verlierer sein könnten. Besonders kritisch sieht er die Situation der Beamten, denen bereits jetzt reale Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeiten fehlen. Eine Verlagerung würde zudem die Ausübung von Mitbestimmungsrechten extrem erschweren.

Warnung vor US-Arbeitsmethoden
Die Sorge ist nicht unbegründet: Gewerkschafter werfen T-Mobile US seit Langem fragwürdige Methoden vor. Berichte über massiven psychischen Druck auf Angestellte in der Vergangenheit werfen die Frage auf, ob solche Zustände bald auch für deutsche Mitarbeiter zum Alltag gehören könnten.

Appell an das politische Berlin und Brüssel
Da der Bund über die KfW weiterhin rund 30 Prozent der Anteile hält und davon massiv durch steuerfreie Dividenden profitiert, sieht Wicht die Politik in der Pflicht. Diese Fusionspläne dürfen weder Berlin noch Europa egal sein.

„Johannes Wicht nimmt die Politik nun in die Pflicht: Er erwartet von Arbeitsministerin Bärbel Bas, dem EU-Abgeordneten Manfred Weber und Dr. Gregor Gysi gleichermaßen, in dieser entscheidenden Causa unmissverständlich Stellung zu beziehen und sich schützend vor die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telekom zu stellen.“

Presseecho:

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