Ex-Betriebsrat Wicht fragt: Wie geht die Deutsche Telekom mit „Minder-Leistern“ um?

Ein Low Performer ist im Telekom-Jargon  ein sogenannter „Wenig-Leister“ oder „Minder-Leister“, ein Mitarbeiter der deutlich unter seinen tatsächlichen Möglichkeiten oder seinem Leistungspotenzial bleibt.

Im Gegensatz dazu erbringen High Performer überdurchschnittliche Leistungen und sind somit ein Gewinn für das Unternehmen.

Damit wird klar, Minder-Leister sind dem Unternehmen ein Dorn im Auge.

Dabei gibt es vielfältige Ursachen für eine Schlechtleistung des Arbeitnehmers.
Behinderungen und Krankheiten wie Depressionen und Burnout können dazu beitragen. Tägliche Anfeindungen durch Kollegen oder Vorgesetzten begünstigen ein Absinken der Arbeitsleistung.

Personalverantwortliche müssen daher einfühlsam handeln und gemeinsam eine Lösung finden.

Ein Teil der beamteten Mitarbeiter *innen geht aktuell ungeachtet ihrer Lebensleistung mit der Eingangsbesoldung in den Ruhestand. Entsprechend gering fällt dann die Pension aus. Dies ist ein weiterer nachvollziehbarer Grund für ein Absinken der Arbeitsleistung bei diesem Personenkreis.

Wicht appelliert daher an die Führungskräfte, sensibler mit ihren Mitarbeitern umzugehen.

Wer fordert muss auch fördern und nicht ausschließlich Learning by Doing als Lösung anbieten.

Nicht ausschließlich die Karriereentwicklung der Führungskraft sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die berechtigten Interessen der Beschäftigten. Dann kommt man zu einer Win-Win-Situation für beide Seiten.