Ex-Betriebsrat Johannes Wicht fordert von der Deutschen Telekom endlich bundesweit in unseren Städten und Gemeinden die Telefonzellen abzubauen und zu entsorgen. Viele Bürger und Bürgermeister sind verärgert darüber, dass die „Altlasten“ der Telekom nicht beseitigt werden. Früher hatten wir für derartige Aufgaben genügend Personal bei den Baubezirken in der Fläche, die handwerklich sehr gut ausgebildet waren.
Leider führt der anhaltende Personalabbau zu diesen Erscheinungsbildern. Heute muss alles per Fremdvergabe erledigt werden, was unnötig Zeit kostet.
Warum werden unsere gewählten Betriebsräte hier nicht im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig?
Im März sind bei der Telekom Betriebsratswahlen. Hoffentlich treffen die Beschäftigten bei dieser Gelegenheit die richtigen Entscheidungen. Unsere Kanditaten von der Kommunikationsgewerkschaft DPV bringen einen neuen Spirit und Kampfgeist ein. Damit der Arbeitgeber inspiriert wird vom frischen Wind der Mitarbeitervertretung.
Wir können doch nicht nur im KI-Wunderglauben unsere Zukunft gestalten.
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, beklagt sich massiv über die Nachlässigkeit der Telekom und will den Konzern zur Kasse bitten. Er denkt darüber nach, eine Sondernutzungsgebühr für Telefonzellen zu erheben.
Das wäre doch wahrlich keine gute Werbung für den Global Player.
Ein Firmensprecher räumte ein, dass es in diesem Zusammenhang durch langwierige Genehmigungsprocedere bei kommunalen Gebietskörperschaften zu Verzögerungen kommt. Verschiedene Gewerke müssten eingebunden werden, bis die Bagger rollen können und der Elektroschrott endlich entsorgt wird. Das kann so nicht bleiben, liebe Telekom!