Ex-Betriebsrat Wicht kritisiert Arbeitsbedingungen in Telekom-Großraumbüros

Bild: Stress im Großraumbüro – KI generiert Google Gemini

Johannes Wicht, Ex-Betriebsrat und Gewerkschafter der Kommunikationsgewerkschaft DPV, appelliert an den Telekom-Vorstand, die derzeitige Büro- und Meetingpraxis dringend zu überdenken. Der Anlass: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast jeder vierte Beschäftigte während der Arbeitszeit nicht einmal eine Stunde am Stück ungestört arbeiten kann.

Trotz flexibler Arbeitsmodelle bleibt das Büro für die meisten Beschäftigten der zentrale Arbeitsort. Doch die Realität vor Ort ist oft von Lärm geprägt: Zahlreiche Telkos und lautstarke Telefonate beeinträchtigen die Konzentration erheblich. Dabei führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich hochwertige Auswertungen durch, erledigen Terminarbeiten und erstellen komplexe Präsentationen – Aufgaben, die eine ruhige Umgebung erfordern. Die Realität im Großraumbüro erschwert dieses produktive Arbeiten jedoch massiv.

Steve Jobs brachte es einst treffend auf den Punkt: „Die wertvollste Ressource, die wir haben, ist unsere Zeit.“ Eine Telko pro Woche mag nicht immer ausreichen. Aber weniger Unterbrechungen, gezieltere Meetings und mehr echte, ungestörte Arbeitszeit für anspruchsvolle Aufgaben wären ein wichtiger erster Schritt.

Johannes Wicht fordert den Telekom-Vorstand deshalb deutlich auf:

„Überdenken Sie die derzeitige Arbeits- und Meetingkultur. Schaffen Sie Räume und Zeiten, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder konzentriert arbeiten können. Denn wer gute Arbeit erwartet, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen.“

Nach oben scrollen