Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Dringender Handlungsbedarf bei der Telekom

Zunehmende Arbeitsverdichtung, anhaltender Personalmangel und ständige Erreichbarkeit: Die Belastungen im Arbeitsalltag der Telekom-Beschäftigten nehmen spürbar zu. Der DPVKOM-Gewerkschafter und ehemalige Betriebsrat Johannes Wicht schlägt Alarm: Die Zahl der psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Überlastungssyndromen steigt besorgniserregend an.

„Psychische Gesundheit darf kein Randthema sein. Wenn der Druck immer weiter steigt, müssen Arbeitgeber, Arbeitsmedizin und Betriebsräte rasch und verbindlich handeln – bevor Kolleginnen und Kollegen krank werden“, so Wicht.

Aus Sicht der DPVKOM Bayern fehlen derzeit vor allem schnelle Beratungsangebote und zeitnahe Therapieplätze. Um die Beschäftigten wirksam zu schützen, müssen die Deutsche Telekom und BGHM/BG prevent gezielte Maßnahmen ergreifen:

  • Arbeitsbelastung spürbar reduzieren: Realistische Arbeitsvorgaben, eine verlässliche Personalbemessung und planbare, echte Pausenzeiten.
  • Frühzeitige Hilfe anbieten: Niedrigschwellige und strikt vertrauliche Beratung bei Erschöpfung, Schlafstörungen oder Ängsten.
  • Vermittlung erleichtern: Aktive Unterstützung bei der Suche nach Psychotherapeuten und passenden Behandlungsangeboten.
  • Führungskräfte sensibilisieren: Pflichtschulungen, um Warnsignale psychischer Überlastung frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln.
  • Betriebsräte und Mitbestimmung stärken: Regelmäßige Auswertung von Gefährdungsbeurteilungen und verbindliche Maßnahmenpläne bei Überlastung.
  • Schutz und Reintegration: Klare Anlaufstellen, wirksamer Schutz vor Benachteiligung sowie eine strukturierte Begleitung bei der Rückkehr nach längerer Erkrankung.

Die DPVKOM Bayern fordert die Verantwortlichen auf, die Sorgen der Beschäftigten ernst zu nehmen und den Gesundheitsschutz nicht dem Spardruck zu opfern. Psychische Gesundheit muss in der Unternehmenskultur höchste Priorität erhalten!

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