Günstiger Wohnraum und Führerschein als Zukunftsthemen

„Ich wünsche allen neuen Auszubildenden viel Glück, Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen. Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft“, so Wicht.
Gleichzeitig müsse die Ausbildung darauf ausgerichtet sein, den jungen Menschen die Kompetenzen zu vermitteln, die sie im heutigen und zukünftigen Arbeitsleben tatsächlich benötigen. „Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Deshalb müssen die Ausbildungspläne die notwendigen technischen, digitalen und sozialen Kompetenzen berücksichtigen“, fordert Wicht.
Günstiger Wohnraum könnte Ausbildung attraktiver machen
Ein besonderes Anliegen Wichts ist die Schaffung günstigen Wohnraums für Auszubildende. Einen entsprechenden Vorschlag hat er bereits der Arbeitsdirektorin der Telekom, Frau Birgit Bohle, unterbreitet.
„Gerade für junge Menschen, die für ihre Ausbildung den Wohnort wechseln müssen, sind die hohen Wohnkosten eine enorme Belastung. Günstiger Wohnraum an oder in der Nähe von Ausbildungsstandorten wäre deshalb eine konkrete Hilfe und gleichzeitig ein starkes Argument bei der Gewinnung von Nachwuchskräften“, betont Wicht.
Nach seiner Vorstellung könnten hierfür beispielsweise nicht mehr benötigte Immobilien des Unternehmens genutzt und entsprechend für Auszubildende hergerichtet werden. Hintergrund sei unter anderem der technische Wandel im Telekommunikationsbereich. Seit Ende 2022 seien bundesweit zahlreiche Vermittlungsstellen aufgrund des Technologiewechsels nicht mehr erforderlich. Eine solche Vermittlungsstelle könne von ihrer Größenordnung her mit einem Einfamilienwohnhaus vergleichbar sein.
„Warum nicht aus nicht mehr benötigten Immobilien einen Mehrwert für die nächste Generation schaffen?“, fragt Wicht. Ein Pilotprojekt an ausgewählten Ausbildungsstandorten könnte zeigen, ob sich dieses Konzept in der Praxis umsetzen lässt.
Führerschein könnte berufliche Mobilität verbessern
Auch beim Thema Mobilität sieht Wicht Handlungsbedarf. In einem weiteren Schreiben an die Personalvorständin regte er an, Auszubildende beim Erwerb des Führerscheins finanziell zu unterstützen.
„Wer später im Außendienst oder an unterschiedlichen Standorten eingesetzt wird und dort möglicherweise einen Dienstwagen fährt, benötigt entsprechende Mobilität. Eine Unterstützung beim Führerschein könnte deshalb sowohl für die jungen Menschen als auch für das Unternehmen eine sinnvolle Investition sein“, erklärt Wicht.
Dabei sollten auch bestehende Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand geprüft werden.
Investitionen in Nachwuchskräfte sind Investitionen in die Zukunft
Für Wicht steht fest: Die Telekom müsse bei der Ausbildung nicht nur auf die Vermittlung fachlicher Kenntnisse setzen, sondern auch die Lebenssituation junger Menschen berücksichtigen.
„Wer Nachwuchskräfte gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden möchte, muss attraktive Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören für mich neben einer hochwertigen Ausbildung auch bezahlbarer Wohnraum und eine vernünftige Mobilitätslösung.“
Wicht appelliert deshalb an die Verantwortlichen der Deutschen Telekom, seine Vorschläge zu prüfen und zumindest an einzelnen Ausbildungsstandorten entsprechende Pilotprojekte zu starten.
„Die neuen Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen. Wer heute in sie investiert, stärkt damit auch die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Telekom.“
